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Hinter den Kulissen

Wesentlicher Bestandteil des Teams rund um die Realisierung der Ausstellung sind die Restauratoren. Durch ihre Hände gehen all jene Objekte, die später im Rahmen der Ausstellungsarchitektur präsentiert werden. Zunächst gibt es aber allerhand zu tun: Fundstücke, die lange Zeit in den Depots gelagert wurden, müssen mit Staubpinselchen gereinigt werden und viele Kleinstobjekte, wie Keramiken, Schmuckstücke und Wanddekorationen benötigen eine zeitaufwendigere Bearbeitung, damit sie für die Dauer der Ausstellung ausreichend gefestigt und besonders gut präsentierbar sind.

Ein Großteil der Funde aus den Grabungen Ludwig Borchardts ist nur fragmentarisch erhalten. Solche Stücke müssen in der Ausstellung dann so arrangiert werden, dass der Betrachter erkennen kann, um was es sich eigentlich handelt. Dafür werden „Lesehilfen“ geschaffen: Von einer kleinen Fliese, die einen Fisch zeigt, ist beispielsweise nur der Fischkopf erhalten. Für die Ausstellung wird dieser in eine Halterung eingepasst, die seine restliche Form und Erscheinung erkennen lässt. Neben den Arbeiten an solch fragilen Objekten gibt es noch weit Aufwendigeres zu leisten.

Ein besonderes Fundstück ist dabei eine Büste des Echnaton, die – wie die Büste der Nofretete – in einem Raum der ehemaligen Bildhauerwerkstatt des altägyptischen Handwerkers Thutmosis entdeckt wurde. Schon damals war ihr Zustand mehr als schlecht. Vor dem Ersten Weltkrieg wurde die Büste so weit als möglich wieder zusammengesetzt, erlitt aber während des Zweiten Weltkriegs neue Schäden und Verluste. Das angestrebte Ziel ist es nun, dieses geschundene Objekt wieder in den Zustand zu bringen, den es nach der ersten Restaurierung hatte. Die Risse und das in der Antike absichtlich Zerschlagene sollen nur vorsichtig retuschiert werden, da sie Teil dieser spannenden Objektgeschichte sind.